Nachrichten 04.08.2010
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Rheinische Post: Chefwechsel bei BP

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Düsseldorf (ots) – Ein Kommentar von Thomas Reisener:
Der Öffentlichkeit ist eigentlich völlig egal, wer Chef von BP ist. Hauptsache, der Ölkonzern bekommt endlich die Katastrophe am Golf von Mexiko in den Griff. Gerade deshalb ist die Nachricht vom Chefwechsel bei BP aber wichtig. Er ist ein starkes Indiz dafür, dass der Konzern inzwischen zumindest selbst an eine zeitnahe Lösung des Problems glaubt.
Denn wer auch immer neuer BP-Chef wird: Sprudelt das Öl nach dessen Ernennung noch wochenlang weiter ins Meer, wird auch der Neue sich nicht mehr auf dem Chefsessel halten können – und BP hätte den nächsten Top-Manager verbrannt. Insofern macht der Chefwechsel Mut. Medienberichten zufolge soll Bob Dudley an die BP-Spitze treten. Der Südstaaten-Amerikaner hat die Sicherungsarbeiten am Golf von Mexiko verantwortet, nachdem Noch-Chef Hayward daran gescheitert war. Ist das Loch endlich gestopft, wird Dudley das Überleben von BP sichern müssen. Eine weniger wichtige, aber ähnlich schwierige Aufgabe.
Denn Experten schätzen die Kosten für die Ölkatastrophe auf 100 Milliarden Dollar. Seit ihrem Ausbruch hat BP 40 Prozent an Wert verloren – und ist damit reif für eine feindliche Übernahme. Read more…
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Neue OZ: Kommentar zu BP/Libyen
Osnabrück (ots) – Öl-Barone wollen BP sturmreif schießen
Langsam fällt es auf. Nicht etwa, dass BP ziemlich lange gebraucht hat, um das Öl zu stoppen. Sondern dass der Umgang mit dem Unternehmen in den USA etwas merkwürdig ist. Öffentliche Hilfe, vielleicht gar von Navy oder NASA, gab es nur bedingt, wohl aber Vorwürfe und Forderungen en masse ohne Rücksicht auf das eigene Versagen in Sachen Öl. Einen neuen Höhepunkt erlebt die Hetze jetzt, just als das Loch vorerst dicht ist und der Bestand von BP damit ein wenig sicherer scheint.
Die Briten machten sich im Zuge der Freilassung des Lockerbie-Attentäters Gedanken um ihre Geschäfte und sollen sich unzulässig eingemischt haben. Umgekehrt wird indes eher ein Schuh daraus. So hatte sich BP nach dem Protest aus den USA gesorgt, dass das Verhältnis zu Libyen leidet. Ja, wieso auch nicht? Wer hat sich hier denn wo eingemischt? Die USA in ein britisches Gerichtsverfahren oder BP in amerikanische Stimmungsmache?
Es scheint fast, als wolle jemand aus der US-Öl-Branche die Briten sturmreif schießen, um Förderrechte des europäischen Konkurrenten billig einzusammeln. Weil das Öl-Drama als Munition an Wirkung verliert, muss offenbar das nächste Thema her.
Das politisch flankierte Vorgehen gegen BP erinnert dabei stark an die Rückruf-Kampagne gegen Toyota, die genau dann auf Hochtouren lief, als die US-Hersteller am Boden lagen. Letzte Woche stellte sich heraus, dass es die mangelhaften Gaspedale aus Japan gar nicht gab. Nach reinem Zufall sieht das nicht aus, weder damals bei Toyota noch jetzt bei BP. Read more…
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Neue OZ: Kommentar zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko BP

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Osnabrück (ots) – Ungeahnte Folgen
Die Explosion im Golf von Mexiko ist nicht nur eine Katastrophe für die Hinterbliebenen der elf Toten, sie ist viel mehr. Sie ist ein Zeichen für die Verwundbarkeit der Natur, wenn der Mensch vermeintlich zuverlässige Technik eben doch nicht beherrscht. Das Ökosystem vor und an der Küste der USA wird noch Jahrzehnte unter dem Unglück leiden, der Untergang der Bohrinsel treibt Fischer und Hotelbesitzer in den Ruin.
Steht dieses Schicksal auch British Petrol, dem größten Industrieunternehmen Großbritanniens, bevor? Auszuschließen ist es nicht, denn auf den Riesen im Ölgeschäft kommen nach Schätzungen von Experten Kosten von fast 48 Milliarden Euro zu – wenn das Ölleck bis August zuverlässig gestopft werden kann.
Jetzt sucht BP-Chef Tony Hayward nach Investoren, die in sein deutlich abgewertetes Unternehmen investieren. Neben Abu Dhabi, Katar und anderen soll auch Libyens Staatschef Gaddafi Interesse an einem Einstieg bei BP gezeigt haben. In London sollen Premierminister Cameron und seine Crew nachts schon Sonderschichten einlegen, um sich auf die Rettung des angeschlagenen Konzerns vorzubereiten.
Und die BP-Konkurrenz? Sie verhält sich verdächtig ruhig. Denn schon morgen könnte auf einer ihrer Bohrinseln, auch vor unserer Küste in der Nordsee, das nächste Desaster ausbrechen – mit ungeahnten Folgen. Read more…
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Rheinische Post: Aral-Image-Wert halbiert sich in Deutschland wegen Ölkatastrophe des Mutterkonzerns BP

Quelle: BP Deutschland
Düsseldorf (ots) – Die Ölkatastrophe am Golf von Mexiko drückt nun die Imagewerte von der BP-Marke Aral massiv nach unten.
Nachdem Aral lange Zeit Deutschlands beliebteste Treibstoffmarke war, liegt der Imagewert nach einem renommierten Markenindex mit 18 Punkten nur noch halb so gut wie vor 90 Tagen (35 Punkte). Dies ergibt eine exklusive Auswertung des Meinungsforschungsinstituts Psychonomics für die in Düsseldorf erscheinende “Rheinische Post”.
Laut dem Kölner Institut geht dabei das Aral-Image immer weiter nach unten, je mehr sich herumspreche, dass Aral eine Tochterfirma von BP ist. “Gemessen daran, dass die meisten Menschen den direkten Bezug zwischen BP und Aral noch gar nicht erkannt haben, ist der Imageeinbruch schon jetzt deutlich”, sagt der Psychonomics-Marktforscher Adrian Bach der “Rheinischen Post”. Was Aral nun drohe, zeige der Imagewert von Mutterkonzern BP: Der habe vor der Ölkatastrophe am Golf von Mexiko mit minus drei Punkten bereits ein sehr schwaches Image in Deutschland gehabt, doch jetzt liege es mit einem Wert von minus 72 sehr tief.
Bach zur “Rheinischen Post”: “Für Aral tickt da eine Zeitbombe. Je mehr das Unternehmen als Ableger von BP wahrgenommen wird, umso schlimmer kann es bis zu einem Imageeinbruch ähnlich zu Shell bei der Brent-Spar vor einigen Jahren kommen.” Read more…
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BP-ÖlKatastrophe ist eine von Menschen Geleitete Katastrophe
Andreas Popp zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, ein erschütterndes Interview!
Teil 1 Read more…
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Das Öl sprudelt weiter in den Golf von Mexiko

Bild: pm
Ölkatastrophe am Golf von Mexiko
Noch immer ist es nicht absehbar, wann der Ölkonzern BP es schaffen wird, das Bohrloch im Golf von Mexiko abzudichten. In der Golfregion befürchtet man das Schlimmste. Sehen Sie hier Live, wie das Öl Stunde für Stunde aus dem Bohrloch strömt:
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Maßnahmen am Bohrloch und zum Auffangen des Öls unter Wasser

© BP p.l.c.
Seit ihrer Installation am 3. Juni 2010 werden über die LMRP-Glocke Öl und Gas über dem Bohrloch aufgefangen und auf das Bohrschiff Discoverer Enterprise weitergeleitet.
(pm/bp) Am 5. Juni wurden so 10.500 Barrel Öl zum Schiff transportiert und zudem 22 Mio. Standard Kubikfuß (590.766 Kubikmeter) Gas an Bord abgefackelt. Im Zeitraum 3. bis 5. Juni betrug die Gesamtmenge des aufgefangenen Öls 16.600 Barrel, während 32,7 Mio. Standard Kubikfuß (878.093 Kubikmeter) Erdgas abgefackelt werden konnten. Die Arbeiten zur Optimierung des Systems und einer Erhöhung der Durchflussmengen werden sich wahrscheinlich noch einige Tage hinziehen, erst dann lassen sich die Effizienz und Eignung dieses Systems im Detail bewerten.
Sämtliche dieser Arbeiten sind sehr komplex, beinhalten Risiken und Unabwägbarkeiten und müssen in 1.500 Meter Tiefe ausgeführt werden. Die LMRP-Glocke ist nie zuvor in einer derart großen Wassertiefe und unter den dort herrschenden Bedingungen zum Einsatz gekommen. Daher können die Effizienz und die Eignung dieses Systems zum Auffangen von Öl und Gas nicht als gesichert erachtet werden.
Die Mengenangaben über das aufgefangene Öl und das abgefackelte Gas werden auf der BP Website www.bp.com täglich aktualisiert.
Darüber hinaus laufen Vorbereitungen für zusätzliche Verbesserungen und Erweiterungen dieses LMRP-Auffangsystems.
Die erste dieser zusätzlichen Maßnahmen sieht vor, die für die “Top Kill”-Methode am Blowout Preventer (BOP) eingesetzte Verteilereinheit und die vorhandenen Schläuche zu nutzen, um über eine separate Steigleitung Öl und Gas auf die Bohrinsel Q4000 zu pumpen. Diese Mengen würden zusätzlich zu dem über die LMRP-Glocke aufgefangenen Öl abgeleitet. Mit diesem System, das ca. Mitte Juni in Betrieb gehen kann, beabsichtigen wir, die Effizienz des Gesamtsystems zum Auffangen des austretenden Öl-Gas-Gemisches zu erhöhen. Read more…
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Kampf gegen die Ölkatastrophe

Aufsetzen der LMRP-Glocke
BP hat gestern mitgeteilt, dass nach der erfolgreichen Installation der LMRP-Auffangvorrichtung auf dem schadhaften Blowout Preventer (BOP) der Bohrinsel Deepwater Horizon Öl und Gas an Bord der Discoverer Enterprise geleitet werden.
Bevor die LMRP-Glocke aufgesetzt werden konnte, musste die Steigleitung durch-trennt und vom LMRP (Lower Marine Riser Package) des Blowout Preventer ab-gehoben werden.
Es wird wahrscheinlich mindestens einen, wenn nicht mehrere Tage dauern, bis die Durchflussmengen an Öl und Gas sich stabilisieren, so dass es derzeit nicht möglich ist, abzuschätzen, wieviel Öl und Gas über diese Vorrichtung abgeleitet werden.
Sämtliche dieser Arbeiten sind sehr komplex, beinhalten Risiken und Unabwägbarkeiten und müssen zudem mit Hilfe von Unterwasserrobotern in 1.500 Meter Tiefe ausgeführt werden. Systeme wie z.B. die LMRP-Glocke sind nie zuvor in einer derart großen Wassertiefe und unter den dort herrschenden Bedingungen zum Einsatz gekommen. Daher können die Effizienz, der Dauerbetrieb und die Eignung dieses Systems zum Auffangen von Öl und Gas nicht als gesichert vorausgesetzt werden.
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Maßnahmen gegen Ölkatastrophe: Bau von Schutzwällen

Bild: Ens. Michael P. McGrew.
BP hat heute die Einrichtung eines Treuhandkontos über 360 Millionen US-$ bekannt gegeben, mit dem das Unternehmen den durch die US-Regierung genehmigten Bau von Schutzwällen vor der Küste Louisianas unmittelbar finanzieren wird.
BP ist von der US-Regierung angewiesen worden, diese Finanzierung zu übernehmen. Da die möglichen Auswirkungen dieses Projektes auf die Umwelt noch nicht abschließend untersucht worden sind, erklärte sich BP nicht bereit, für unerwartete bzw. unbeabsichtigte Folgen dieses Projektes eine Haftung zu übernehmen.
Für die Unterstützung der Arbeiten zur Ölbekämpfung und zur Förderung des Fremdenverkehrs hat BP bereits Soforthilfen in Höhe von 170 Millionen US-$ an die Staaten Louisiana, Alabama, Mississippi und Florida gezahlt. Darüber hinaus hat das Unternehmen bisher Schadenersatz in Höhe von ca. 43 Millionen US-$ an betroffene Einzelpersonen und Firmen geleistet. Read more…
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