Wirtschaft

“Der Kunde ist kein König mehr”

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Bürger sind unzufrieden mit Dienstleistungen

Hamburg (ots) – Guter Service ist im Handel der wichtigste Wettbewerbsfaktor. Diesen jedoch können viele Firmen und Dienstleister in Deutschland nicht bieten. Lediglich jeder vierte Deutsche (27%) glaubt, dass der Ausspruch “der Kunde ist König” heute noch zutrifft. Dieses geht aus einer aktuellen Untersuchung der Stiftung für Zukunftsfragen hervor, in der repräsentativ 2.000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt wurden.

Professor Dr. Ulrich Reinhardt sieht zwei wesentliche Gründe für die geringe Dienstleistungsorientierung: “Mit wachsendem Wohlstand unserer Gesellschaft haben sich auch die Ansprüche erhöht. Was vor 20 Jahren noch nicht erwartet wurde, wird heute fast vorausgesetzt. Daneben darf nicht vergessen werden, dass im Dienstleistungssektor oftmals schlecht bezahlt wird. Die Motivation der Mitarbeiter, sich unter diesen Umständen mit dem Thema “Service” auseinanderzusetzen und sich ständig zuvorkommend zu präsentieren, bleibt da manchmal auf der Strecke.”

Dabei sollte der Bedeutung von gutem Service ein hoher Stellenwert beigemessen werden, denn unzufriedene Kunden zeigen sich konsequent: Werden sie unfreundlich bedient oder schlecht beraten, verlassen die Deutschen mehrheitlich das Geschäft (75%). Für Reinhardt sind diese Ergebnisse gesellschaftlich bedingt: “In Deutschland ist es üblich, eher das Negative, als das Positive wahrzunehmen. Wenn eine Dienstleistung zur vollen Zufriedenheit vorhanden ist, wird dieses als Normalzustand gesehen.” Read more…

Be the first to comment - What do you think?  Posted by moderator - 2. September 2010 at 09:55

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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Energiesparlampen und LED-Technik

Glühbirne (Bild: y-hp)

Bielefeld (ots) – Nach der 100-Watt-Birne kommt nun also wie angekündigt das Aus für die 75 Watt-Birne. Ein Stück Wirtschaftsgeschichte geht peu á peu verloren. So fällt es immer noch vielen Menschen schwer, von der guten alten Glühbirne Abschied zu nehmen. Das kalte Licht vieler Energiesparleuchten ist für sie kein gleichwertiger Ersatz.

Mit Hamsterkäufen sorgen sie vor. Und dennoch: In Zeiten, wo Energie immer knapper und teuerer wird, hat die Glühbirne ihre Daseinsberechtigung eingebüßt. Der Ausstieg ist vernünftig. Ein Manko ist allerdings der noch immer hohe Preis der Energiesparlampen. Auch die Schwierigkeiten einer fachgerechten Entsorgung haben Politik und Wirtschaft unterschätzt. Es darf nicht sein, dass das Einsparpotential auf der einen Seite (weniger Energieverbrauch) durch höhere Kosten auf der anderen (Entsorgung) konterkariert wird.

Vielleicht sind Energiesparlampen ohnehin nur eine Übergangslösung. Mit Hochdruck treibt die Wirtschaft die LED-Technik voran. Sie macht aus noch weniger Strom viel Licht. Ihr gehört die Zukunft. Die Glühbirne ist dann nur noch etwas für Nostalgiker. Read more…

Be the first to comment - What do you think?  Posted by moderator - 31. August 2010 at 05:24

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WAZ: Debatte um AKW-Laufzeiten – Es droht ein Wirrwarr goldener Brücken – Leitartikel von Thomas Wels

Bild: y-hp

Essen (ots) – Eigentlich müsste sich Angela Merkel auf die kommenden Wochen freuen. Ende September steht mit der Atomfrage eine enorm wichtige wirtschaftspolitische Entscheidung an – und die Kanzlerin hat mit ihrer abwartenden Haltung das Feld anderen überlassen, womit sie nun das tun kann, was ihr am meisten liegt: moderieren.

Gelingt es ihr, am Ende ein schlüssiges Energiekonzept auf den Tisch zu legen, könnte das ihr erster großer innenpolitischer Erfolg in dieser bisher so glücklos handelnden Bundesregierung werden. Sicher ist das keineswegs. Nach dem bösen Hickhack unter Schwarz-Gelben in der Gesundheits- und Steuerpolitik oder im Fall Opel wird sich zeigen, ob das System Merkel die Sommerpause unbeschadet überstanden hat. Oder ob am Ende ihre Kritiker Recht behalten mit dem Vorwurf, Merkel leide unter einer grundlegenden Führungsschwäche.

Die Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke ist inzwischen innerhalb der Union derart umstritten, dass eine Einigung hinterher umso glanzvoller erscheinen könnte. Es profiliert sich der Umweltminister Röttgen liebend gerne mit einer Kurzzeitverlängerung gegen Fraktionschef Kauder und den Wirtschaftspolitiker Fuchs aus Baden-Württemberg, aber auch gegen den Kanzleramtschef Pofalla.

Des Weiteren mischen mit: der wirtschaftsfreundliche Wirtschaftsminister Brüderle, der klamme Finanzminister Schäuble, die Bundesländer mit AKW-Standorten, die auch etwas abhaben wollen aus dem Füllhorn namens Brennelementesteuer sowie die Betreiber der Atomkraftwerke. Merkel läuft Gefahr, dass sie die Dynamik der Debatte nicht mehr einbremsen kann und mithin kein vernünftiges Konzept für eine Brücke ins Zeitalter erneuerbarer Energien entsteht, sondern ein Wirrwarr goldener Brücken zur gesichtswahrenden Befriedigung parteipolitischer Eitelkeiten. Der Gedanke von der Brücke in ein neues Energiezeitalter ist klug. Schließlich kann die Brücke nicht nur einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren bis zur technischen Instandsetzung erneuerbarer Energien überbrücken, sie kann helfen, ideologische Gräben zu überwinden. Read more…

Be the first to comment - What do you think?  Posted by moderator - 29. August 2010 at 16:35

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Neues Deutschland: Möllenberg warnt vor nächster Krise

Wirtschaftskrise (Bild: y-hp)

Berlin (ots) – Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Franz-Josef Möllenberg, warnte vor einer neuen Wirtschaftskrise, sollte an den Ursachen der letzten nicht gearbeitet werden.

»Wenn wir in unserer Volkswirtschaft ausschließlich auf den Export setzen und sich das fortsetzt, was in den letzten Jahren schon ein Manko war, nämlich dass die Binnennachfrage nicht gestärkt werden kann und dass die Realeinkommen sinken, dann ist die nächste Krise im Prinzip programmiert«, sagte Möllenberg im Gespräch mit der Zeitung »Neues Deutschland« (Montagsausgabe). Zwar sei es erfreulich, wenn es in einigen Wirtschaftbereichen wieder aufwärts gehe. »Daran, was die Auslöser waren, ist noch nichts geschehen.«

Die Forderung von DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann nach einer Lockerung des Jugendarbeitsschutzgesetzes kritisierte Möllenberg scharf. Es sei »erstaunlich, dass manche Verbandsvertreter zwar an Sonntagen über Sozialpartnerschaft sprechen, aber von montags bis sonnabends lassen sie jeden Realitätssinn vermissen.« Read more…

Be the first to comment - What do you think?  Posted by moderator - at 16:01

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Neue OZ: Kommentar zu Konjunktur USA

Dollars (Bild: y-hp)

Osnabrück (ots) – Drohender Zugzwang

Welch ein Kontrast: Während in Deutschland die Stimmungsbarometer von Hoch zu Hoch schnellen und auch die Zahlen vom Arbeitsmarkt immer wieder positiv überraschen, verliert das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten deutlich an Schwung. Die Arbeitslosenquote in den USA liegt bei 9,5 Prozent, der Immobilienmarkt steckt immer noch in der Misere. Die Sorge, erneut in eine Rezession zu rutschen, nimmt jenseits des Atlantiks zu. Sollten da nicht auch die Unternehmen im exportorientierten Deutschland unruhig werden, wenn einer der wichtigsten Handelspartner schwächelt?

Erst mal nein, denn die USA haben im zweiten Quartal mit 1,6 Prozent ein durchaus akzeptables Wachstum hingelegt. Nur weil die Prognosen anfangs bessere Zahlen versprochen haben, müssen die jetzt vorgelegten nicht alarmieren. Zumal Notenbankchef Bernanke psychologische Rückendeckung gibt mit seiner Ankündigung, alles tun zu wollen, um die US-Konjunktur zu stützen. Gleichwohl hat er sich damit unter Zugzwang gesetzt: Sollte der private Konsum nicht wie erhofft anziehen, wird die Fed wohl kaum darum herumkommen, erneut billiges Geld in den Markt zu pumpen. Ein Szenario, das neue Blasen an den Finanzmärkten entstehen lassen könnte. Read more…

Be the first to comment - What do you think?  Posted by moderator - 28. August 2010 at 06:57

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WAZ: Der Atomstreit – Die Getriebene – Kommentar von Jürgen Polzin

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Essen (ots) – Quer durchs Land reist die Kanzlerin, besucht Kraftwerke, die mit Kohle, Gas oder Uran befeuert werden. Doch wo die Reise wirklich hingeht in der Energiepolitik, das hat Angela Merkel noch nicht vermitteln können.

Fast ein Jahr nach dem Regierungswechsel findet Schwarz-Gelb keine gemeinsame Linie, um die Verlängerung der Laufzeiten umzusetzen. Es ist die Lobby der Akw-Betreiber, die im Atom-Geschacher Richtungen vorgibt und die Politik treibt. Es geht um Milliarden. Und wenn die Energiekonzerne Widerstand organisieren gegen Brennelementesteuer, Auktionen und eine zusätzliche Abgabe zugunsten erneuerbarer Energien, dann war das abzusehen. Die Zeit aber läuft der Regierung davon.

In wenigen Wochen soll das Energiekonzept stehen. Dann soll auch die Zukunft der Kernkraft weitestgehend geklärt sein, die Länge der Laufzeitverlängerung feststehen.

Die Frage, wie viel die Atomwirtschaft von ihren Gewinnen abgeben muss, wenn sie die Reaktoren länger laufen lassen darf, wird auch über die Glaubwürdigkeit der schwarz-gelben Koalition entscheiden. Denn nur durch Milliarden-Investitionen in neue Stromnetze und Energiespeicher wird die Atomkraft zu dem, was sie ist: eine Brücke, nicht mehr. So steht es im Koalitionsvertrag. Read more…

Be the first to comment - What do you think?  Posted by moderator - 23. August 2010 at 21:38

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Rheinische Post: Grüne unter Strom

Bild: y-hp

Düsseldorf (ots) – Ein Kommentar von Antje Höning:

Das von den Grünen in Auftrag gegebene Gutachten scheint alle Vorurteile zu bestätigen: Stromkonzerne zocken Kunden ab. Doch so einfach ist die Sache nicht. Der größte Preistreiber ist der Staat. Zu Jahresanfang hat er die Konzerne gezwungen, mehr für die Einspeisung der erneuerbaren Energien zu bezahlen. Diese Erhöhung haben die Konzerne weitergegeben. Nicht die Gewinnsucht der Konzerne, sondern die Öko-Fantastereien der Politik haben den Strom teurer gemacht. Die Förderung der Solarenergie ist Unsinn. Im trüben Deutschland wird sie nie eine wettbewerbsfähige Stromquelle sein. Die Grünen sagen weiter, die Konzerne hätten die Erhöhung der Öko-Abgabe als Vorwand für übertriebene Preise genutzt, schließlich seien ja 2009 die Beschaffungskosten gesunken.

Doch den Strom, der heute aus der Steckdose kommt, haben Versorger zum Teil vor drei Jahren gekauft – damals lagen die Preise auf Rekordhoch. Das wissen auch Verbraucherschützer und Kartellbehörden. Sie sehen daher keinen Grund, gegen die Konzerne vorzugehen. Früher haben RWE und Co. gewiss ihre Monopolstellung ausgenutzt. Nun gibt es genug Konkurrenz. Der Verbraucher hat es in der Hand. Wer bei unmäßigen Preisen nicht wechselt, ist selbst schuld. Read more…

Be the first to comment - What do you think?  Posted by moderator - 4. August 2010 at 06:25

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Rheinische Post: Chefwechsel bei BP

Video: YouTube

Düsseldorf (ots) – Ein Kommentar von Thomas Reisener:

Der Öffentlichkeit ist eigentlich völlig egal, wer Chef von BP ist. Hauptsache, der Ölkonzern bekommt endlich die Katastrophe am Golf von Mexiko in den Griff. Gerade deshalb ist die Nachricht vom Chefwechsel bei BP aber wichtig. Er ist ein starkes Indiz dafür, dass der Konzern inzwischen zumindest selbst an eine zeitnahe Lösung des Problems glaubt.

Denn wer auch immer neuer BP-Chef wird: Sprudelt das Öl nach dessen Ernennung noch wochenlang weiter ins Meer, wird auch der Neue sich nicht mehr auf dem Chefsessel halten können – und BP hätte den nächsten Top-Manager verbrannt. Insofern macht der Chefwechsel Mut. Medienberichten zufolge soll Bob Dudley an die BP-Spitze treten. Der Südstaaten-Amerikaner hat die Sicherungsarbeiten am Golf von Mexiko verantwortet, nachdem Noch-Chef Hayward daran gescheitert war. Ist das Loch endlich gestopft, wird Dudley das Überleben von BP sichern müssen. Eine weniger wichtige, aber ähnlich schwierige Aufgabe.

Denn Experten schätzen die Kosten für die Ölkatastrophe auf 100 Milliarden Dollar. Seit ihrem Ausbruch hat BP 40 Prozent an Wert verloren – und ist damit reif für eine feindliche Übernahme. Read more…

Be the first to comment - What do you think?  Posted by moderator - 26. Juli 2010 at 06:29

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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Vorstoß von Bundesbildungsministerin Schavan, mehr ausländische Fachkärfte nach Deutschland zu holen

Wir wollen noch mehr in Bildung investieren!

Bielefeld (ots) – Kluge Köpfe braucht das Land. Und die sollen aus dem Ausland kommen.

Bundesbildungs-ministerin Annette Schavan will die Einreise von Fachkräften nach Deutschland erleichtern. Das gleiche hatte vor zehn Jahren der damalige Kanzler Gerhard Schröder vorgeschlagen. Dessen Greencard-Aktion konnte den Facharbeitermangel nicht entscheidend beseitigen. Warum soll das heute anders sein?

Es gibt Tausende von jungen Menschen in Deutschland, die keinen Job haben. Sie durchlaufen eine Warteschleife nach der anderen. Dabei haben sie ihre Chance verdient, auch wenn sie nicht mit besten Zeugnissen aufwarten können. Sicher kostet ihre Ausbildung Geld. Aber auch ausländische Facharbeiter – woher sollen sie kommen? – müssen hier geschult werden.

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Neue OZ: Kommentar zu Umwelt Öl

Ingenieure nutzen zur Planung eines Bohreinsatzes 3-D-Computertechnik

Osnabrück (ots) – Wer kontrolliert die Kontrolleure?

Man stelle sich vor: Ein riesiger Ölteppich bedeckt die Nordsee, bewegt sich auf die deutsche Küste zu, verklebt die Flügel von Seevögeln und bedroht generell das empfindliche Ökosystem im Wattenmeer. Dass es zu diesem Horror-Szenario glücklicherweise bisher nicht gekommen ist, hat mancherlei Gründe.

Es liegt auch an besseren Notfallplänen als in den USA, an anderen technischen Vorschriften und strengeren Sicherheitsanforderungen. Im Übrigen werden auf deutschem Seegebiet nur vergleichsweise geringe Mengen Öl gefördert. Ein Vergleich mit der Situation im Golf von Mexiko ist daher nur begrenzt tauglich. Doch ausschließen lässt sich eine Katastrophe auch an Europas Küsten nicht. In jedem Einzelfall sind mögliche Folgen für die Umwelt abzuschätzen. Die Ölpest in Mexiko hat die Sensibilität dafür geschärft.

Dennoch stellt sich die Frage, welche Vorteile das von Umweltminister Norbert Röttgen angeregte Moratorium für Tiefsee-Bohrungen in der Nordsee brächte. Es wäre dann sinnvoll, wenn die Standards nicht ausreichten und die Zeit genutzt würde, um das Risiko zu minimieren. Die Plattform “Mittelplate” erfüllt nach Ansicht namhafter Experten die Anforderungen. Europaweit aber sind Verbesserungen nötig – etwa eine ausreichende Kontrolle der Kontrolleure. Auch bei der Frage der Haftung kann es noch Fortschritte geben. Aber es sieht nicht so aus, als würden die EU-Staaten an einem Strang ziehen. Schade. Read more…

Be the first to comment - What do you think?  Posted by moderator - 24. Juli 2010 at 08:46

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